36% der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland sind laut einer Studie aus 2005 freiwillig engagiert. Alle diese Menschen arbeiten ohne Entgelt in vielfältigen Formen und in den unterschiedlichsten Bereichen, z.B. in Vereinen, in sozialen Organisationen, in Verbänden, in Kirchengemeinden, in Projekten, in Bürgerinitiativen, in Nachbarschaftsgruppen, in Parteien usw. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist nicht nur eine der tragenden Säulen der Zivilgesellschaft, es ist soziales Kapital, ohne das unser Zusammenleben nicht funktionieren würde. Und es kann auch Brücken bauen zwischen Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit, zwischen Unternehmen und sozialen Organisationen. Frauen und Männer, die sich freiwillig engagieren, erwerben dabei Kompetenzen, entwickeln vorhandene Kompetenzen weiter und gewinnen damit Handlungsmöglichkeiten, die sie in allen ihren Lebensbereichen einsetzen und nutzen können. Es sind vor allem soziale und personale Kompetenzen, die – anders als in Schule und Ausbildung – nicht in formalisierten Lernprozessen erworben werden, sondern durch learning by doing, also „Bilden durch Tun“. da dieses informelle Lernen nicht durch Prüfungen belegt oder gemessen werden kann, braucht es besondere Verfahren, um festzustellen, welche Kompetenzen in welcher Weise im Freiwilligenengagement erworben worden sind. |
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